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Almabtrieb in Spinges

Um es vorauszuschicken: es gibt gleich zwei Almabtriebe in Spinges. Das ist eine Besonderheit für ein kleines Dorf, wie es Spinges nun mal ist. Die Begründung hierfür liegt darin, dass wir „unseren“ Almabtrieb immer zusammen mit unseren Gästen veranstalten. Mit „unseren“ meinen wir die Tiere von der Walseralm, die auf unserem angeschlossenen Bauernhof zuhause sind.  Schon seit Jahren findet dieser in den sonnigen und milden ersten Oktobertagen statt auf alle Fälle heuer im Rahmen unseres Angebotes: „Weinwoche & Almabtrieb“ vom 9.-16. Oktober.

In diesem Video ein paar Eindrücke vom Almabtrieb der Bauernjugend von Spinges im vergangenen Jahr: dieses Jahr am Samstag, 17.09.2016

Am 3. Oktober Almabtrieb bei den „Rogens“


Eine der besonderen Höhepunkte des Herbstes ist der alljährliche Almabtrieb von der hauseigenen „Walseralm“. In diesem Jahr wird es der 3. Oktober sein, an dem die „Rogens“ ihr Vieh von der Alm holen,   Die wohlgenährten Kühe, werden zusammen mit den Gästen des Hotels  nach vier Monaten Sommerurlaub ins Tal zu begleitet.
Gar einige Gäste haben wiederum ihren Urlaub im Naturhotel extra in diese Zeit gebucht, um dabei sein zu können.
Nach dem etwas schweißtreibenden Aufstieg auf die Alm, in Begleitung von Juniorchefin Monika, wird zunächst kräftig vom „Brettl“ gegessen werden. Die meisten Produkte für diese ordentliche Jause kommen vom eigenen Bauernhof der „Rogens“.
Oswald, der Seniorchef des Hauses ist einer vom alten Schlag. Das beweißt er auch, wenn er in Überschallgeschwindigkeit von 1235 Kilometer pro Stunde die Schnur streckt, und es im Takt gewaltig knallen lässt. Der alten Tradition des „Goaslschnöllens“, welche zum Almabtrieb einfach dazugehört,  liegen die  Gesetze der Physik zugrunde. Es sind die letzten fünf Zentimeter an der Peitsche, welche nach einem harten Dreher, gekonnt links und rechts am Kopf vorbei, wieder in die Gerade gebracht werden müssen. Soweit die Theorie dieser alten Tradition. Nichtgeübte brauchen einige Versuche. Nach den ersten zaghaften Tönen, gelingt es meist sehr schnell, ein ordentliches „Peng“ aus dem vier Meter langen Seil zu holen, sehr zur Freude des tapferen Protagonisten, der durchaus eine geschwollene Lippe riskiert.
Früher wurde mit der „Goasl“ das Vieh angetrieben und gelenkt. Pferde und Ochsen vor dem Wagen oder Pflug erkannten genau, was die einzelnen, verschieden gehaltenen Klangfolgen zu bedeuten hatten. Hirten schützten ihre Herden mit der „Goasl“ vor Wölfen und Bären. Später wurde mit der „Goasl“ auch der Winter und die Kälte vertrieben und der neue Frühling geweckt.
Hier auf der Alm der „Rogens“ knallt es nicht nur zum Almabtrieb. Auch bei den geführten Gästewanderungen auf die Alm, ist dieser uralte Brauch, eine handfeste Einlage für einen authentischen Natururlaub, den die Familie Rogen in ihrem Naturhotel anbietet.
 Um den Almabtrieb säumt sich immer ein kleines Volksfest.  Für die gesamte Mannschaft gibt es einen netten Empfang im Tal mit kulinarischen Köstlichkeiten: Mus aus der Pfanne und feine Teigwaren, wie die „Minkelen“ und süße Krapfen mit Mohn- und Apfelfüllung. Hierfür wird Seniorchefin Helene wiederum ihre besten Rezepte auspacken. Natürlich wird auf die erfolgreich zu Ende gehende Almsaison angestoßen.