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Spinges und die ladinische Kämpferin

Zwischen dem ladinischen Gadertal und der kleinen Gemeinde Spinges auf dem sonnigen Hochplateau zwischen dem Eisacktal und dem Pustertal besteht trotz der doch recht beträchtlichen, räumlichen Entfernung eine enge Verbindung, die weit in die bewegte Geschichte Südtirols zurückreicht.

Entstanden ist diese Verbindung durch eine kämpferische Frau mit dem Namen Caterina Lanz. Ganz spontan soll sich die gebürtige St. Vigilerin, die auf der Suche nach Arbeit in das beschauliche Spinges gekommen war, am 02. April 1797 mitten in das Schlachtgetümmel zwischen den Franzosen und den Tirolern gestürzt haben.

Bis heute wird die Gadertalerin in ihrer Heimat und hier in Spinges oberhalb der Schlucht, durch die die Rienz braust und gischtet, im gleichen Atemzug wie die männlichen Helden des Tiroler Freiheitskampfes genannt.

An der Friedhofsmauer von Spinges, die Schauplatz der Kampfszenen war, erinnert eine Tafel an das Geschehene, ein Glasfenster der Spingser Kirche zeigt Katharina Lanz im Kampf, eine Schule im nahen Mühlbach trägt ihren Namen und im Museum Ladin in St. Martin in Thurn ist ihr und ihrer Geschichte ein Raum gewidmet.

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